Polizeirecht und Befugnisse

Polizeirecht und Befugnisse im Einstellungstest üben

Fachfragen zu „Polizeirecht und Befugnisse“, wie sie im Wissensteil vorkommen. Erst die Theorie, dann Beispielaufgaben mit Lösung.

Kommt vor bei Polizei

Du ordnest polizeiliches Handeln ein: welches Gesetz gilt, welche Befugnis greift und gegen wen sie sich richtet.

Kurz & knapp

Gefahrenabwehr: präventiv, Polizeigesetz des Landes.

Strafverfolgung: repressiv, bundesweite Strafprozessordnung.

Jeder Eingriff braucht eine Befugnisnorm und muss verhältnismäßig sein.

Zuerst trifft es den Störer, einen Nichtstörer nur im Notstand.

Merke

Erste Frage ist immer, ob die Polizei eine Gefahr abwehrt oder eine Tat verfolgt.

Gefahrenabwehr oder Strafverfolgung

Die Polizei hat eine Doppelfunktion, und davon hängen Gesetz, Leitung und Ermessen ab.

Gefahrenabwehr: Opportunitätsprinzip, die Polizei entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen.

Strafverfolgung: Sachleitung bei der Staatsanwaltschaft. Legalitätsprinzip, bei zureichenden Anhaltspunkten muss die Polizei ermitteln. Einstellen darf nur Staatsanwaltschaft oder Gericht.

Entschließungsermessen: ob. Auswahlermessen: wie und gegen wen.

Ermessensreduzierung auf null: Bei akuter Gefahr für Leib und Leben wird aus Dürfen ein Müssen.

Beispiel

Ein Mann zerkratzt Autos und will weitermachen.

Ihn stoppen: Gefahrenabwehr.

Spuren sichern, Anzeige aufnehmen: Strafverfolgung.

Verhältnismäßigkeit prüfen

Jede belastende Maßnahme muss geeignet, erforderlich und angemessen sein, geprüft in dieser Reihenfolge.

Erforderlich: das mildeste gleich wirksame Mittel. Maßstab ist die Belastung des Betroffenen, nicht der Aufwand.

Auch Übermaßverbot genannt, folgt aus Rechtsstaatsprinzip und Grundrechten.

Gilt zusätzlich zur Befugnisnorm, auch für Art und Dauer.

Beispiel

Ein Auto blockiert die Feuerwehrzufahrt, der Halter ist nicht erreichbar.

Abschleppen macht frei, ein milderes Mittel fehlt.

Rettungswege wiegen schwerer als die Kosten: verhältnismäßig.

Häufiger Fehler

Erforderlich heißt nicht schwächste Wirkung. Das mildere Mittel muss genauso wirken.

Die ganze Theorie gibt es mit ProAlle Muster, Beispiele und typischen Fehler zu Polizeirecht und Befugnisse.
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