Kommunikation im Einstellungstest üben

Wie solche Fragebögen aufgebaut sind, dazu Beispielfragen mit einer Einordnung der Antworten.

Kommt vor bei Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr, Öffentlicher Dienst

Du schätzt Gesprächsverhalten ein, wählst die beste Reaktion und kennst Modelle wie die vier Seiten einer Nachricht.

Kurz & knapp

Gute Kommunikation ist verständlich, kommt auf den Punkt und bleibt zugewandt.

Erst zuhören und nachfragen, dann Rat geben.

Kritik betrifft konkretes Verhalten, nie die Person.

Im Streit deeskalierst du: ruhig bleiben, zusammenfassen, zurück zur Sachebene.

Merke

Gut ist, was Verständnis schafft und einen nächsten Schritt nennt.

Kommunikationsstärke einschätzen

Gutes Kommunikationsvermögen heißt, verständlich und knapp zu erklären und vor Gruppen und Kunden sicher aufzutreten.

Grundelemente: Verständlichkeit, Rhetorik, Souveränität. Beim Kunden setzt du kein Fachwissen voraus.

Stark: Prägnanz, Initiative, moderieren, Ergebnisse bündeln, frei sprechen.

Schwach: Gruppe und Vortrag meiden, ablesen, dominieren. Hilfe: schrittweise üben, erst in kleiner Runde.

Kontaktfreude: offen auf Fremde zugehen, ein Netzwerk auch persönlich pflegen. Ständige Distanz wirkt leicht arrogant.

Beispiel

Eine Kollegin schreibt klare Mails, sagt aber in keiner Besprechung etwas.

Stärke: schriftlich verständlich. Schwäche: kein Beitrag vor der Gruppe.

Einschätzung: eingeschränkt, Entwicklungsfeld Gruppengespräch.

Kommunikationsmodelle zuordnen

Jedes Modell erklärt eine andere Art von Missverständnis.

Vier-Seiten-Modell (Schulz von Thun, auch Vier-Ohren-Modell): Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung, Appell. Wer gekränkt reagiert, hört mit dem Beziehungsohr.

Sender-Empfänger-Modell (Shannon und Weaver): Sender, Nachricht, Kanal, Empfänger, Störquelle. Fachwörter stören das Entschlüsseln (Dekodieren).

Watzlawick, Axiome 1 bis 3: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Interpunktion: Kommunikation ist ein Kreislauf.

Axiome 4 und 5: Digital heißt Worte, analog heißt Tonfall, Mimik, Gestik. Beziehungen sind symmetrisch (gleichrangig) oder komplementär (ungleich).

Beispiel

Kollegin: „Die Ablage ist schon wieder voll.“

Du verstehst: „Leere sie bitte.“

Du hörst mit dem Appell-Ohr.

Die ganze Theorie gibt es mit ProAlle Muster, Beispiele und typischen Fehler zu Kommunikation.
Pro freischalten